FRANKFURT ESCHERSHEIMER LANDSTRAßE (aktuell noch im Ausbau)

© Tobias Metzmacher

Umbau einer Bestandsimmobilie zum Appartementhaus – Projekt ELA105, Frankfurt

Im Zuge einer umfassenden Revitalisierung wird das Bestandsgebäude in der Eschersheimer Landstraße 105–107 im Frankfurter Westend von einer rund 4.040 m² großen Büroimmobilie zu einem modernen Appartementhaus umgenutzt. Auf sieben Geschossen entstehen insgesamt 77 möblierte Wohneinheiten mit rund 2.400 m² Wohnfläche. Die Appartements verfügen über Wohnungsgrößen von etwa 20 bis 50 m²; einzelne Einheiten sind als Maisonettewohnungen ausgebildet. Im Untergeschoss stehen künftig elf Tiefgaragen- sowie 81 Fahrradstellplätze zur Verfügung.

Die Wohneinheiten werden schlüsselfertig in einem gehobenen Ausstattungsstandard fertiggestellt.

Nach einem Wechsel der Bauherrschaft sind wir in das bereits laufende Bauvorhaben eingestiegen und haben wesentliche Teile der noch ausstehenden Bauleistungen übernommen. Als ausführender Generalunternehmer verantworten wir die Fertigstellung der Appartements vom übernommenen Ausführungsstand bis zur schlüsselfertigen Übergabe. Hierzu führen wir bereits begonnene Ausbauleistungen fort, koordinieren die noch ausstehenden Gewerke und stellen deren termin- und qualitätsgerechte Fertigstellung sicher.

Besondere Herausforderungen des Projekts

Eine wesentliche Besonderheit des Projekts liegt im Einstieg in ein bereits weit fortgeschrittenes Bauvorhaben. Bestehende Ausführungsstände, bereits erbrachte Leistungen und noch offene Schnittstellen mussten zunächst aufgenommen und in die weitere Bauabwicklung integriert werden.

Zu den besonderen Anforderungen zählen insbesondere:

• Fortführung bereits begonnener Leistungen: Teilweise fertiggestellte Gewerke und bestehende Ausführungsstände mussten aufgenommen, bewertet und nahtlos weitergeführt werden.

• Koordination unter hohem Termindruck: Eine Vielzahl parallel laufender Gewerke ist innerhalb eines engen Terminrahmens aufeinander abzustimmen und bis zur Fertigstellung zu koordinieren.

• Schutz bereits vorhandener Ausstattung: In einzelnen Appartements bereits eingebrachte Möbel und Ausbaukomponenten müssen während der weiteren Bauausführung zuverlässig vor Beschädigungen und Verschmutzungen geschützt werden.

• Berücksichtigung der vorhandenen Tragstruktur: Bei ergänzenden und fertigzustellenden Konstruktionen ist darauf zu achten, zusätzliche Lasten auf die bestehende Tragstruktur möglichst gering zu halten. Leichte Bauweisen und konstruktiv optimierte Lösungen spielen daher bei verschiedenen Bauteilen eine besondere Rolle. Dies gilt unter anderem für die neu vor die Fassade gesetzten Balkone, die als leichte Stahlbaukonstruktion ausgeführt werden und so konstruktiv in das bestehende Tragwerk integriert werden.

Stahlleichtbausystem für die Fassade

Ein besonderes konstruktives Merkmal des Gebäudes ist die Ausbildung der Fassade als Stahlleichtbaukonstruktion. Das System ermöglicht einen vergleichsweise leichten Fassadenaufbau und reduziert gleichzeitig den Anteil brennbarer Baustoffe. Ausgeführt wurde die Fassade als vorgesetzte Stahlleichtbauwand zur Fassadenausfachung („Infill Wall“). Die leichte Konstruktion trägt dazu bei, die aus der Fassade resultierenden ständigen Lasten auf die Tragkonstruktion möglichst gering zu halten. Dies ist insbesondere im Bereich der über der Tiefgarage liegenden Gebäudestruktur von Vorteil.

Da sowohl Teile des Rohbaus als auch die Fassadenkonstruktion im Rahmen der Projektentwicklung neu hergestellt wurden, handelt es sich nicht um eine nachträglich an einen vollständig bestehenden Baukörper angesetzte Fassade. Vielmehr wurde die Fassadenkonstruktion gezielt auf die vorhandene beziehungsweise neu hergestellte Tragstruktur abgestimmt. Ein weiterer Planungsgrundsatz bestand darin, den Fassadenaufbau möglichst schlank auszubilden und dadurch die nutzbare Wohnfläche zu optimieren. Durch konstruktive Lösungen konnte die Lage der Fassadenebene optimiert und zusätzliche Nettowohnfläche innerhalb des Gebäudes gewonnen werden.

Unser Leistungsumfang umfasst auch im Bereich der Fassade die Fertigstellung der bereits begonnenen beziehungsweise vorgesehenen Konstruktionen entsprechend den bestehenden Planungs- und Ausführungsvorgaben.

Ausgeführte und koordinierte Gewerke

Zu den von uns übernommenen beziehungsweise koordinierten Leistungen zählen unter anderem Maler- und Lackierarbeiten, Trockenbau, Schreinerarbeiten, Stahlbau, Dachdecker- und Gerüstbauarbeiten, Bodenbelagsarbeiten, Elektro- und EDV-Installationen, Brandschutz, technische Gebäudeausrüstung sowie Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Klimaarbeiten. Ergänzt wird der Leistungsumfang durch Glastrennwandsysteme sowie Türen und Fenster.

Fotos: Tobias Metzmacher

Umbaufläche
4.040 m²
Baumaßnahmen
Mieterausbau
Bauzeit
seit 09/26
Gewerke
Malerarbeiten, Schreinerarbeiten, Brandschutz, Trockenbau, Glastrennwände, Bodenbelag, Türen, Elektro, Beleuchtung, EDV, Sanitär, Heizung, Lüftung, Klima, GU – Innenausbau, Fenster, Stahlbau, Gerüstbauarbeiten, Dach, TGA
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